Breathwork mit Tamara Haberfellner

Ich machte 19. – 21. August einen Breathwork Marathon. Ich fuhr 3 Tage lang, jeden einzelnen Tag zu Tamara nach Natternbach, um zu atmen. 1 Euro die Minute, 90 Minuten lang. Breathwork ist noch relativ neu in unseren Breitengraden und als ich das erste Mal davon hörte, dass es Menschen gibt, die dafür zahlen, zu atmen, konnte ich nur wenig bis gar kein Verständnis dafür aufbringen. Es klingt ja auch irgendwie surreal.

Und ich kann dir nicht sagen was, aber irgendetwas hat mich zu Tamara nach Natternbach gezogen und ich wollte das machen. Ich war nun insgesamt 5 Mal bei ihr und es war immer ein Gefühlstornado. Über himmelhohes Jauchzen und purer Freude bis teuflischen Gedanken und Frust über das Menschsein, war alles dabei.

Ich hatte den 3-Tages-Marathon nicht geplant, ich probiere immer öfter, mit dem Fluss des Lebens zu gehen und nicht mehr dauernd gefühlt auf dem Bremspedal zu stehen und fühlte, als könne mir Tamara dabei helfen, die Bremse zu lösen. Natürlich ist mein Verstand allzeit bereit und möchte mit quatschen und das lässt mich dann empfinden, als dass ich etwas falsch mache, aber der Rost auf der festgeklemmten Bremse ist definitiv gelöst.

Ich finde solche energetischen Dinge immer etwas schwer zu erklären, weil man es eben besser fühlen als verbal verstehen kann. Ich habe Fotos von mir gemacht und ich finde, es ist sehr gut ersichtlich, dass die Sessions mega viel gemacht haben.

Tag 1: vom Stirnrunzeln zum Happy Crash

Am ersten Tag fuhr ich etwas aufgeregt nach Natternbach zu Tamara Haberfellner. Ganz ehrlich ich hatte keine Ahnung was mir bevorstand. Das ist etwas, was ich an mir liebe, meine naive Ungewissheit und dennoch zu springen. Ich durfte Tamara bei einem Frauenkreis einige Jahre zuvor kennenlernen. Das letzte Mal als ich sie sah, da war ich im 7. Monat schwanger. Also ziemlich genau vor einem Jahr. Ich habe schon öfters von Breathwork gehört, da ich beizeiten auch englischen Podcast höre und die einfach weiter sind. Ich fuhr relativ entspannt zu ihr und machte eine Momentaufnahme, kurz vor ihrer Haustüre, ehrlich gesagt war ich selbst überrascht über mein Stirnrunzeln. Nach der Session war es total aufgelöst und ich fuhr befreit davon nach Hause.

TAG 1: VORHER
TAG 1: NACHHER


Tag 2: Kein Kindergeburtstag

Ich fühlte mich etwas wie in der Netflix Serie „Lucifer“. Ich dachte tatsächlich, ich bin der Teufel. Eins sage ich euch, das war kein Kindergeburtstag. Aber ich konnte einen missverstandenen Glauben aus meiner Vergangenheit aufdecken.
Nach 60 Minuten ununterbrochenem Atmen gibt es die sogenannte Segelphase, es ist wunderschön, es fühlt sich an als würde ich fliegen. Das ist meiner Meinung nach, mit Abstand der beste Teil am Breathwork.

TAG 2: VORHER
TAG 2: NACHHER

Tag 3: Die Erlösung

Ich habs geschafft, der dritte Tag war die Integration der Arbeit der letzten zwei Tage. Es war zwar vielleicht nicht die beste Idee, den Nachmittag auf einem Hoffest zu verbringen, aber Tamara sagt, man muss sich bei oder nach energetischer Arbeit nicht alleine zu Hause verkriechen. Es ist gut, wenn man den normalen Alltag weiterführt und das Gelernte gleich anwendet und in die Masse trägt.

TAG 3: VORHER
TAG 3: NACHHER

Ich schwöre, die Fotos sind nicht gestellt. Sie sind eine reine Momentaufnahme ohne Rücksicht auf: „bin ich schön genug?“, „lächle ich genug?“, „ist es interessant?“. Wie gesagt ich finde es schwierig energetische Arbeit zu erklären, aber am Foto lässt sie sich, finde ich, gut begreiflich machen. Alleine die Öffnung der Augenpartie ist bemerkenswert. Die Nachher-Bilder haben meiner Meinung nach eine ganz besondere Magie inne.

Tamara hat mich angeleitet bei emotionaler Filmmusik ununterbrochen zu atmen. Am Anfang ist es sehr ungewöhnlich, mein Mund wurde trocken. Die Musik und Tamaras Raumhalten haben mich sehr dabei unterstützt dran zu bleiben und durch die Unbequemheit durchzugehen. Es war eine außergewöhnliche Erfahrung und ich hoffe, ich habe bald wieder die Möglichkeit.

Nach den drei Tagen wollte ich dranbleiben, aber ich hatte nicht gleich die entsprechende Musik und fiel wieder schnell aus der Eigenmotivation raus.

Anfang Dezember habe ich nun begonnen, jeden Morgen kalt zu duschen. Das Atmen unter einer eiskalten Dusche hat mich an das Breathwork erinnert, weil ich da auch so schnell geatmet habe. Vielleicht ist es also nicht nur das kalte Wasser, was dem Körper guttut, sondern auch der mehr oder weniger bewusste schnelle Atem.

Von Christina Mair

Ich liebe die Liebe, die Liebe liebt mich, und die die ich liebe, lieben auch mich.

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